Yoni Tantra Angebot: Massage & Beratung für Frauen

der Ursprung der

"Schoßraummassage"




Der hier folgende Text war meine Vorbereitung auf einen Vortrag, den ich in Leipzig zur 4. Fotoausstellung zum Buch "Das Tor ins Leben"  im Oktober 2009 gehalten habe. Titel: "Der Schoßraumprozess und der persönliche Weg von Tatjana Bach".



Bei Grit Scholz kann diese 2 stündige DvD bestellt werden, Stichwort "Vortrag 24.10.09 Tatjana Bach". Ihr Buch ist ebenfalls sehr zu empfehlen: www.das-tor-ins-leben.de

der Ursprung der "Schoßraummassage"
und der persönliche Weg
von Tatjana Bach


Heutzutage leben wir in einer männlich orientierten Gesellschaft. Ich nenne „männlich“ im Sinne von Yang aus der taoistischen Philosophie, die davon aus geht, dass Leben immer ein Wechselspiel zwischen dem männlichen Aspekt, eben dem Yang und dem weiblichen ist: dem Ying. Leben ist Spiel und Ausdruck dieser Aspekte mit einander. Sind sie im Verhältnis und Wechselspiel zueinander ausgeglichen, so ist Leben in Harmonie. Sind sie es nicht, so entsteht Einseitigkeit im Sinne von Disharmonie.
Ich meine mit der „männlich orientierten Gesellschaft“ nicht,
dass Männer schlecht sind. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch.
Doch unser Leben gestaltet sich heutzutage sehr einseitig, nämlich "männlich" im Sinne von Yang: zielorientiert und leistungsorientiert. Das weibliche Prinzip ist seit Jahrtausenden in den Hintergrund gerückt und kann nicht mehr für den Ausgleich sorgen, wie da wäre: gewähren zu lassen, ankommen zu lassen, zu genießen, zu nähren oder einfaches, schlichtes Sein.
Im Gegenteil, Frauen, auf natürlicher Weise eben mehr Trägerinnen vom Aspekt Ying, wurde das Leben besonders schwer gemacht, als Auswirkung der heutigen Disharmonie.

Noch heutzutage werden jährlich schätzungsweise 2 Millionen Frauen und Mädchen genital verstümmelt, dass sind 6000 täglich, bzw. jede Minute 4 Mädchen und Frauen, teilweise erst 3 Jahre alt. Aber wir müssen nicht so weit reisen, denn im deutschen Lande z.B. lassen uns Statisten des Bundeskriminalamtes zu tiefst erschrecken, nämlich wenn es um den sexuellen Missbrauch an Mädchen geht: jedes Jahr werden laut dieser Statistik 15.000 Mädchen unter 14 Jahre alt sexuell missbraucht. Und die Dunkelziffer ist erschreckend höher: hier unter uns in Deutschland wird laut Dunkelziffer jedes 4. Mädchen sexuell missbraucht und jeder 8. Junge.

Die Auswirkungen begleiten die Betroffenen ein Leben lang. Missbrauchsopfer sind seelisch verstümmelt. Ein gesunder, unbedarfter, unschuldiger Weg hin zu der eigenen weiblichen Sexualität ist versagt. Ein wenig später möchte ich darauf eingehen, welch wunderbare Kraftquelle eine normal sich entwickelte, weibliche Sexualität für die Frau bedeuten kann. Gleichwohl ist aber auch hier Heilung, im Sinne von trotzdem eine schöne erwachsene Sexualität haben zu können, möglich!

Doch wir müssen gar nicht in die Abgründe der Gesellschaft schauen, um weitere Missstände bzgl. der eigenen weiblichen Identität, die die eigene Sexualität auf natürliche Art und Weise mit einbezieht, zu finden. Hier wirken gesellschaftliche und moralische Tabus, die die Natürlichkeit in unserem Frausein mit allen Aspekten, auch mit einer Yoni, einem Geschlecht verhindern.


Heutzutage suchen immer mehr Frauen das "Komplettwerden als Frau" und wollen eine Art Heilung für sich durchlaufen, die sie als sexuelles Wesen miteinbezieht. Diesen inneren Prozess dieser Frauen nenne ich heute: den Schoßraum-Prozess, als eine Art Initiation in ein neues weibliches Sein und Bewusstsein.

Das Ying macht sich wieder auf und will wieder mehr in dieser Welt zu wirken und ich freue mich sehr darüber!

 

Anhand meines eigenen Lebenslaufes möchte ich Ihnen nun berichten, wie so ein Schoßraum-Prozess aussehen kann. Ich selbst wurde von einem nahen Verwandten als Kind zwischen meinem 9. und 12. Lebensjahr sexuell missbraucht. Meine Erinnerungen als 14jährige daran waren rar, aber immerhin ich hatte Erinnerungen und ich wusste damals schon, dass ich davon „einen Knacks weg hatte und nicht eher ruhen wollte, bis ich diesen Knacks los war“ so meine Worte als 14jährige einer Freundin gegenüber.
Als 18jährige sagte ich mich los von der Verwandschaft. Ich war zu jung und der Start war schwer: Ich begann Drogen zu nehmen, trank viel und war autoagressiv. Oft wünschte ich mir „meine Brüste abhacken zu wollen und da unten das zubetonieren zu wollen“. Ich hasste es eine Frau zu sein! Denn Frau sein bedeutete ohne Schutz dem männlichen Übergriff ausgesetzt zu sein.

Als 18jährige begann ich meine erste Therapie. Nach längerem Suchen fand ich einen geeigneten Psychologen für mich, denn als wir in den Achtzigern noch eine Zeit hatten, wo der Ödipuskomplex immer noch Salonfähig war, war er einer der Ersten, der mir nicht sagte, ich hätte es als 9jährige ja selbst gewollt. Er glaubte mir, dass ich es nicht gewollt hatte.

Zeitgleich schrieb der Spiegel das erste Mal einen Leitartikel zum Thema „Väter als Täter“ und das Tabu wurde langsam gelüftet. Ich ließ mich von Wildwasser in Berlin inspirieren und gründete noch als 18jährige die erste Selbsthilfegruppe für in der Kindheit sexuell missbrauchte Frauen. Was tat es gut, als wir zusammen kamen! Nach wie vor trägt mich heute der Ansatz von Selbsthilfegruppen, also Gleichgesinnte zu finden, sich auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren neues zu wagen und füreinander da zu sein. Dieser Geist weht noch heute in meinen Gruppen: der Geist von Gleichgesinntheit, nach dem Motto: Wenn ich bestmöglich meine Grenzen wahre, kann ich im Schutz der Gruppe Gleichgesinnter auch einmal neues wagen, um somit vielleicht neue, heilsame Erfahrungen zu machen. Aber auch dazu später mehr. So machte ich in den Achtzigern Therapien, Selbsthilfegruppen, Selbsterfahrungsgruppen und immer wieder Frauengruppen.

 

Anfang der neunziger fühlte ich mich ein Großteil genesen. Ich war nicht mehr autoaggressiv und hatte mich emotional so durchgearbeitet, dass ich dem Täter vergeben hatte. Ich war an einem Punkt, wo ich das Gefühl hatte geistig, seelisch und emotional frei von der Vergangenheit zu sein. Doch körperlich fühlte ich mich nach wie vor verletzt, besetzt, fremdbestimmt. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass ich hier noch Arbeit zu tun hätte. Zum Beispiel konnte keiner mir eine Hand auf mein Bein legen. Geschah das so tat es sofort so weh, als ob 1000 Ameisen mich zeitgleich beißen würden. Berührte mein Freund im Liebesspiel aus Versehen meine Beine, so rief es aus mir heraus: Nein! Und ich hatte das Gefühl, nicht ich heute habe das gesagt, sondern vor ganz langer Zeit hätte es gesagt werden wollen und das war auch verständlich. Also begann ich wieder mich auf die Suche zu machen nach einer passenden Therapieform und Mitte der Neunziger begegnete ich der Tantramassage, als einzige Massagetechnik, die die Yoni nicht ausklammerte. Und daran galt es für mich zu arbeiten, hier an meiner Yoni hatte der Übergriff statt gefunden, hier suchte ich Heilung!

Also machte ich mich auf das Yonimassage-Ritual zu lernen. Und sofort wusste ich, dass ich hier den Schlüssel gefunden hatte, der mir noch fehlte: körperlich am „Ort des Geschehens“ zu lösen, was zu lösen war. In meinem Falle steckten bis in die Zellen hinein noch die alten Informationen des Übergriffs und die galt es liebevoll wieder zu lösen. Bis dahin hatte ich mich über die Jahre hinweg immer wieder sagen hören: „Das kann doch nicht wahr sein, dass ich immer noch mit dem Übergriff beschäftigt bin, so als ob es mein Lieblingshobby wäre. Das muss doch mal ein Ende haben. Ich muss doch mal damit durch sein!“ Und im Nachhinein kann ich heute feststellen, dass die Yonimassage das letzte Teil des Puzzels war, was mir dazu gefehlt hatte. Mit zwei Freundinnen, die auch diese Massage gelernt hatten, traf ich mich nun regelmäßig zum Austausch. Von einer Sitzung möchte ich besonders erzählen, denn die dort von mir gemachte Erfahrung, ließ mich einen neuen Begriff kreieren, den es bis dahin nicht gegeben hatte: anstatt Yonimassage „Schoßraum-Massage“.

Meine Freundin kam für ein Wochenende zu mir. Am Samstag massierte ich sie, am Sonntag sollte ich massiert werden. Es war Sonntag früh und wir gingen noch zusammen spazieren. Sie ging mir zu schnell, zu laut, war mir zu nah, schlichtweg, sie ging mir gehörig auf den Geist. Nun waren wir beide schon so bewußt, dass wir wussten es mit Widerständen zu tun zu haben und meine Freundin sagte noch: „Das freut mich sehr! Das heißt, dass wir heute ganz nah dran sind!“ und entgegen meinem „eigentlichen“ Wunsch nur weit weg und allein sein zu wollen, begangen wir die Massage für mich. Sie war sehr liebvoll und massierte meinen ganzen Körper und als sie an meine Beine gelangte kam es gewaltig aus mir heraus: „Nein, ich will nicht an der Yoni berührt werden!“ und sie blieb mit einer Hand auf meinem Venushügel und mit der anderen Hand strich sie sanft und langsam immer wieder meine Beine hinunter und ich schluchzte und weinte voller Dankbarkeit: endlich mal nicht berührte werden zu müssen! Es ist gut, so, wie es ist, wir hatten uns zwar für eine Yonimassage verabredet, aber mein Nein wird respektiert und darf da sein! Was für eine Erleichterung!

Das war der Wendepunkt in meinem Leben. Seit dem fühle ich mich wirklich frei, geistig, seelisch und körperlich. Ich war dort angelangt, wofür ich mich vor ca. 18 Jahren aufgemacht hatte hinzugelangen.

Gleichzeitig war das der Wendepunkt für mein „Yonimassage-Angebot“. Seit dem gebe ich nur noch Schoßraummassagen. Der Schoßraum fängt bei mir an den Haarspitzen an und endet an den Fußspitzen, sage ich gerne. In der Schoßraummassage muss die Yoni nicht berührt werden, kann sie aber, wenn es denn stimmig ist. Das ist der Unterschied zwischen diesen beiden Massageformen.

Heute arbeite ich als sexualpädagogische Lebensberaterin und Gruppenleiterin und gebe mein Wissen an andere Frauen weiter. Und es wäre zu viel zu sagen, ich bin dankbar für das was mir passiert ist, aber ich kann sagen: Ich bin in Frieden mit dem was passiert ist. Ich wäre heute nicht die, die ich heute bin: eine Frau, die sich viel und intensiv mit ihrer Sexualität auseinander gesetzt hat und ein gutes Stück weit wieder heil werden konnte. Ich kann sagen heute in meinem Schoß wieder beheimatet zu sein und bin zutiefst glücklich darüber.

 

Immer mehr Frauen machen sich auf sich in ihrem Schoß wieder zu beheimaten. Immer mehr erahnen sie, was es heißt mit einem erwachten Schoß in der Welt zu sein. Eine Frau, die mit ihrer Yoni wieder verbunden ist, ruht in der ihr gegebenen Quelle der Lebenskraft. Diese Kraft trägt sie weich und sanft. Die im Schoß beheimateten Frauen müssen sich nicht behaupten, Leistung erbringen oder Ziele ohne Blick auf das Wohl des Ganzen durchsetzen. Diese Frauen fühlen mit und haben so Mitgefühl und ein Auge für das Wohl aller. Aus dieser höheren Perspektive bringen sie sich sanft ein und eine natürliche Autorität und Souveränität  entsteht. Beheimatung im Schoß schenkt der Frau Würde und Kraft. Unser Schoß ist eine nie versiegende, wunderbare Kraftquelle.

Sind wir wieder mit der Quelle weiblichen Seins verbunden, schöpfen wir Frauen aus ihr Kraft und Freude für unser Leben. Wenn die Quelle wieder in uns fließt, dann reicht der Schoßraum „von den Fußspitzen bis zu den Haarspitzen“ und darüber hinaus in unsere Lebenspraxis hinein. Die Quelle beschenkt uns mit Intuition und tiefem weiblichen Wissen, mit großer Empfänglichkeit und Sanftmut, mit weicher Autonomie und mit souveräner Würde als Frau. 

Meine Vision für die (Frauen)Welt: Mögen sich immer mehr Frauen inspirieren lassen und sich aufmachen miteinander zu erforschen, was denn wirklich gut tut und was Frau wirklich braucht, damit sie sich intim berühren lassen kann, um im Zentrum ihrer Kraft wieder ganz anzukommen. Geheilte Schöße/Frauen in ihrer weiblichen Kraft und Würde werden mitfühlender, intuitiver, souveräner, mit der Erde mehr verbunden, das Leben(dige) erhaltend und dem Leben(digen) dienend, schlichtweg liebend! Genau das, was individuell und kollektiv und allumfassend heutzutage von dieser Welt so dringend gebraucht wird!


Herzlich willkommen
in der neuen Frauenschaft!




Alle Massagen, Beratungen und Kurse sind kein Ersatz für eventuell nötige ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
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